In einer europäischen Profiliga trifft ein russisches Team auf einen litauischen Favoriten. Beide Mannschaften stehen bei 3:3, dennoch gilt der litauische Vertreter als stärker. Nach einer Niederlage gegen einen spanischen Spitzenklub und einem Einbruch gegen ein italienisches Team wird eine Reaktion erwartet. Der Sieg der Gäste (P2) ist deshalb wahrscheinlicher.
Die direkte Bilanz ist mit 2:2 ausgeglichen. Das letzte Duell endete jedoch deutlich mit 97:63 für die Gäste. Dieser klare Erfolg spricht für einen Vorteil des litauischen Teams, auch wenn die bisherige Bilanz ausgeglichen bleibt.
Für die Prognose von Gesamtpunkten eignet sich die Berechnung der erwarteten Ballbesitze. Die Formel lautet: Feldwürfe plus 0,44 mal Freiwürfe minus Offensivrebounds plus Ballverluste. In nordamerikanischen Wettbewerben wird häufig der Koeffizient 0,44 verwendet, in anderen Wettbewerben 0,5.
Weniger Ballbesitze sprechen eher für eine niedrigere Gesamtpunktzahl, mehr Ballbesitze für eine höhere. Eine belastbare Einschätzung berücksichtigt deshalb die Ballbesitze beider Teams sowie die erzielten Punkte je 100 Ballbesitze. Die errechnete Punktzahl sollte anschließend mit der angebotenen Linie verglichen werden.
Gesamtpunktwetten gibt es in zwei Varianten: Sie beziehen sich entweder auf beide Mannschaften oder auf ein einzelnes Team. Für eine Prognose in philippinischen Wettbewerben sind die bisherigen Ballbesitze, die Wurfquoten, Rebounds und Ballverluste entscheidend.
Die Analyse kann vor dem Spiel oder während der laufenden Partie erfolgen. Hohe Spielgeschwindigkeit allein garantiert keine hohe Punktzahl, da schwache Wurfquoten und viele Ballverluste den Ertrag begrenzen können. Individuelle Gesamtpunktwetten sind eine mögliche Alternative, wenn sich die Rollen im Team durch Ausfälle verändern.
Die gleiche Ballbesitzrechnung lässt sich auch auf andere Wettbewerbe übertragen. Außerhalb nordamerikanischer Profiligen wird für Freiwürfe häufig der Koeffizient 0,5 verwendet. Für die Einschätzung der Gesamtpunktzahl sollten die Spielgeschwindigkeit, die Wurfquoten und die Reboundarbeit beider Mannschaften gemeinsam betrachtet werden.
Eine starke Quote bei den Offensivrebounds erhöht die Zahl der zweiten Chancen und kann die Gesamtpunktzahl anheben. Gleichzeitig können viele Fouls zwar zusätzliche Freiwürfe bringen, aber auch den Spielrhythmus verändern. Deshalb sollte eine Gesamtpunktwette nicht allein auf dem Durchschnitt der vergangenen Partien beruhen.
Bei individuellen Spielerwetten ist die Verfügbarkeit der Schlüsselspieler besonders wichtig. Fehlt der wichtigste Ballhandler, kann die Rolle eines anderen Aufbauspielers wachsen. Mehr Würfe bedeuten jedoch nicht automatisch eine höhere Effizienz.
Vor dem Einsatz sollten die Aufstellungen, die jüngsten Meldungen und die bisherigen Einsatzzeiten geprüft werden. Auch bei Spielerwetten ist ein Vergleich zwischen der eigenen statistischen Einschätzung und der angebotenen Linie erforderlich. Quoten und Linien bleiben Momentaufnahmen und können sich nach neuen Informationen deutlich verschieben.
